Ballistik: vom Lauf ins Ziel
Innen-, Außen- und Zielballistik: was im Lauf passiert, wie das Geschoss fliegt, die günstigste Einschussentfernung, Gefährdungsbereiche und die Wirkung im Wildkörper.
Das Wichtigste
Auf einen Blick
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Innenballistik | Im Lauf |
| Außenballistik | Im Flug |
| Zielballistik | Im Ziel |
| GEE | 4 cm hoch auf 100 m, 2. Schnittpunkt |
| Bergauf/bergab | Treffpunkt höher |
| Büchsengeschoss | Mehrere Kilometer gefährlich |
| Schrot | mm × 100 = m Gefahrenbereich |
| Deckung | Genug Schrote im Ziel |
Kurz geprüft
Wo endet die Innenballistik?
- Wenn das Geschoss den Lauf verlässt
- Beim Auftreffen im Ziel
- Am höchsten Punkt der Flugbahn
- Beim Ausschuss
Wie weit sind drei Millimeter Schrote etwa gefährlich?
- Etwa dreihundert Meter
- Etwa fünfunddreißig Meter
- Etwa drei Kilometer
- Etwa hundert Meter
Wo liegt der Treffpunkt beim steilen Schuss bergab?
- Tiefer
- Höher als beim waagerechten Schuss
- Genau gleich
- Weiter links
Eigene Übungsfragen von Jägerklar nach dem Aufbau der Prüfung, nicht der amtliche Fragenkatalog.
Für die Praxis
- Sieh dir die Ballistiktabelle deiner Patrone an und suche die GEE.
- Achte vor jedem Kugelschuss auf den Kugelfang.
- Rechne für deine Schrotgröße den Gefahrenbereich aus.
Text zum Video
Ballistik ist die Lehre vom Weg des Geschosses. Sie wird in drei Abschnitte geteilt: Innen · Außen · Ziel. Wer sie versteht, weiß, wohin sein Schuss geht und wie weit er gefährlich bleibt.
Die Innenballistik reicht vom Auslösen des Schusses, bis das Geschoss den Lauf verlässt. Nach dem Abziehen trifft der Schlagbolzen auf das Zündhütchen, und der Zündstrahl entzündet die Treibladung. Beim Abbrand entsteht in kurzer Zeit ein hoher Gasdruck. Das Geschoss wird durch den Lauf getrieben und dabei immer schneller. In der Büchse geben die Züge dem Geschoss eine Drehung, die es im Flug stabilisiert.
Die Außenballistik beschreibt den Flug nach dem Verlassen des Laufs. Schwerkraft und Luftwiderstand machen die Flugbahn zu einer gekrümmten Kurve. Weil der Lauf leicht nach oben zeigt, steigt das Geschoss zuerst über die Visierlinie und kreuzt sie zweimal. Schießt man die Büchse auf hundert Meter vier Zentimeter hoch ein, liegt der zweite Schnittpunkt bei der günstigsten Einschussentfernung; bis dahin steigt das Geschoss nie mehr als vier Zentimeter über die Visierlinie. Beim steilen Schuss bergauf wie bergab liegt der Treffpunkt höher als beim waagerechten Schuss. Seitenwind verdriftet das Geschoss, besonders auf weite Entfernung.
Ein Büchsengeschoss kann mehrere Kilometer weit fliegen. Deshalb darf mit der Kugel nur geschossen werden, wenn ein sicherer Kugelfang vorhanden ist, in der Regel der gewachsene Boden. Geschosse prallen an Steinen, gefrorenem Boden, Ästen und Wasserflächen ab und fliegen dann unberechenbar weiter. Für Schrot gilt als Faustformel: Schrotgröße in Millimetern mal hundert ergibt den Gefahrenbereich in Metern. Bei drei Millimeter Schrot sind das etwa dreihundert Meter, obwohl die wirksame Schussentfernung nur bei etwa fünfunddreißig Metern liegt.
Die Zielballistik beschreibt, was im Wildkörper geschieht. Das Deformationsgeschoss verformt sich und gibt seine Energie ab, damit das Wild schnell verendet. Ein Ausschuss sorgt für eine Schweißfährte und erleichtert die Nachsuche. Auch ein Geschoss, das den Wildkörper durchschlagen hat, bleibt gefährlich und kann dabei abgelenkt werden. Beim Schrotschuss kommt es auf die Deckung an, also auf genügend Schrote im Ziel, und auf genügend Energie jedes einzelnen Korns. Auf zu weite Entfernung reicht beides nicht mehr, und das Wild wird nur krankgeschossen.
Eine von 32 Lektionen zum bundesweiten Stoff
Im vollen Kurs: alle Fachgebiete der Prüfung, das Landesmodul für dein Bundesland, Lernkarten, ein Lernblatt zu jeder Lektion und die Prüfungssimulation.